Hallu und herzlich willkommen an alle Menschen, die sich auf meinen Blog verirrt haben. :-) Hier werde ich ganz persönliche Dinge teilen, die verschiedenste Thematiken beinhalten. Zum einen wird es um innere Konflikte und Probleme gehen, aber auch psychische Probleme (Depression, Angststörung, Sozialphobie, Anorexia, Bulimie, SSV und (sterbendem!) Selbsthass - wobei ich hier nicht herumjammern werde, sondern lediglich dokumentieren werde, wie ich damit umgehe und hoffentlich gesund werde.), aber auch um Musik und das Schreiben. So spiele ich zum Beispiel in einer Mittelalter-Band (Gesang, Drehleier, Hümmelchen, Violine, Flöten und Laute), oder schreibe Gedichte und Romane im Bereich Historik und Fantasy. Desweiteren strebe ich zurzeit die Qualifikation für die Oberstufe an. Mein Plan ist es zunächst das Abitur zu schaffen und dann Gesang zu studieren, um letztendlich Opernsängerin zu werden. Meiner Band und auch den anderen Instrumenten werde ich dennoch treu bleiben!

Alter: 18
 



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Endlich Freitag :-)

Huii endlich Freitag und damit Wochenende. Eigentlich bin ich schon jetzt wieder völlig verplant, aber werde ich wohl die meisten meiner Termine nicht wahrnehmen können, da mir das wieder mal alles zu viel wird. Allein heute hätte ich noch zwei Verabredungen und habe schon eine davon nicht wahrgenommen. Was mit der anderen ist, weiß ich noch nicht. Morgen werde ich eventuell mit dem Zug nach Herford fahren, um dort eine Freundin zu besuchen, die ich im Sommer auf einer Jugendreise in Schweden kennen gelernt habe. Es ist wirklich schade, dass sie so weit weg wohnt, da wir uns wirklich super gut verstehen und auch über alles reden können. Leider ist da auch tägliches telefonieren nur ein kleiner Trost. Um so mehr freue ich mich, wenn morgen alles so klappt, wie ich mir das vorstelle. Heute war ich bei meinem Kinderarzt, welcher mich für die letzten Tage und heute auf Grund meiner Panikattacken krank geschrieben hat. Zwar sagte er mir, dass er mir diesbezüglich nicht helfen könne, aber keine unentschuldigten Fehlstunden auf dem Zeugnis zu haben, ist für mich mehr wert, als jeder Psychiatrie-Aufenthalt... Davon hat er auch gesprochen, aber freiwillig werde ich keine Klinik mehr betreten, da es mir danach immer schlechter ging, als zuvor. Wie auch immer. Gestern hatte ich ja berichtet, dass ich mir wieder viele Gedanken um mein Gewicht mache. Das ist (wer hätte es geahnt) noch immer der Fall. Von gestern auf heute habe ich 300 Gramm verloren, ohne dass ich mich erbrochen oder gehungert habe. Das macht mich irgendwie glücklich, auch wenn 300 Gramm so gut wie nichts sind... An Ostern habe ich dieses Jahr den ersten Auftritt in diesem Jahr mit meiner Band. Dort werde ich viele Leute wiedersehen, die ich seit einem halben Jahr nicht gesehen habe, und freue mich schon sehr darauf. Wenn es so weiter geht und ich bei -300 Gramm pro tag bleibe, kann ich bis dahin 13 Kilogramm abnehmen. Natürlich auf 'gesundem' Wege. Zur Zeit nehme ich das als mein Ziel. Ob es machbar ist, weiß ich noch nicht, aber ich werde es ja sehen und euch hier auf dem Laufenden halten. Schönes Wochenende! :-) Bealach.Forune
12.2.16 15:02


Anorexia kommt meistens wieder... (nicht triggernd)

Hui tatsächlich schaffe ich es nochmal zu schreiben :-) Seit knapp zwei Stunden ist die Chorprobe nun vorbei, jedoch bin ich dann Heim gelaufen, weil mir das Bahnfahren irgendwie zu viel war... Wie dem auch sei. Nun bin ich wieder daheim, allerdings hat mich der "Spaziergang" sehr nachdenklich gemacht und ich bin wieder in alte Gedanken gefallen, was mein Gewicht und das Essen etc. angeht. Im Augenblick bin auch das Gramm genau 20 Kilogramm von meinem "Ziel" entfernt. Mein Gehirn weiß, dass dieses Ziel furchtbar ungesund ist und dass ich mir diese Gedanken nicht machen sollte und dennoch halten sie mich irgendwie gefangen. Es macht mich traurig, dass man, gleich einem Teufelskreis in dieser Krankheit gefangen ist. Obwohl ich weiß und akzeptiert habe, dass meine Vorstellungen nicht normal sind, habe ich noch immer den Drang nach meiner Definition von Perfektion. Bitte versteht mich nicht falsch - wenn ich andere gesunde, schlanke Frauen sehe, finde ich sie in keinem Fall zu dick oder gar fett. Jedoch fühle ich mich mit "Normalgewicht" Fett. Schwabbelig. Hässlich. Am schlimmsten finde ich jedoch nicht einmal mein gestörtes Selbstbild, als viel mehr die Tatsache, dass ich den lieben langen Tag ans Essen denke, es mir dann aber verbiete oder ggf. alles wieder erbreche. Gerade das Erbrechen zerstört mich richtig, macht mich schwach und krank. Am schlimmsten daran ist, dass meine Lymphknoten anschwellen und ich furchtbare Halsschmerzen habe, wodurch es auch das beeinträchtigt, was ich am meisten liebe - das Singen. Für mich ist genau DAS die größte Motivation wenigsten die Bulimie hinter mir zu lassen. Nicht ohne Stolz kann ich sagen, dass ich bis jetzt in diesem Monat erst einmal erbrochen habe. Bis zu meinem 18. Geburtstag (24.August) möchte ich die Bulimie zu 100% hinter mir haben und das werde ich auch schaffen! :-) Was die Anorexie betrifft, bin ich mir sehr sehr unsicher. Es ist schrecklich, denn will ich diese Krankheit hinter mir lassen, aber fühle ich mich auf der anderen Seite auch sicher, wenn mein Bauch knurrt. Dann weiß ich, dass alles gut ist und dass ich am nächsten Tag abgenommen habe. Dadurch dass ich mich hauptsächlich vegan ernähre sind auch die Ess-Attacken nicht mehr so schlimm (was mich zusätzlich davon abhält mich nicht mehr (sooft) zu erbrechen*) Was ich auf jeden Fall noch sagen möchte ist, dass ich NIEMANDEN zum Hungern motivieren möchte!!! Anorexia ist schrecklich und zerstört so viel. Bitte passt auf euch auf!*Falls das hier jemand liest, der/die die Bulimie ebenfalls aufgeben möchte, kann es wirklich hilfreich sein vegan zu Essen. Zumindest war/ist es bei mir so. Vielleicht hilft das dem ein oder anderen ja auch?Bealach.Forune
11.2.16 21:41


Voller Tag

Guten Morgen :-) Da mein Tag heute super voll ist, schreibe ich einfach schon jetzt. Im Augenblick könnte man sogar behaupten, dass ich etwas Luft habe, da ich früher aus der Schule bin...Heute hätte ich in der Schule eine Deutscharbeit zum Thema Gedichtsanalyse geschrieben, jedoch hatte ich eine Panikattacke und bin frühzeitig vom Unterricht entlassen worden. Darüber ärgere ich mich total, da mir das Fach Deutsch eigentlich ziemlich gut liegt. :-/ Nun werde ich wohl nächste Woche nachschreiben müssen. Lässt sich auch nicht ändern. Ich bin sogar ziemlich dankbar dafür, dass ich nachschreiben darf und beschweren will ich mich erst recht nicht. Dennoch kann ich nun nicht Zuhause bleiben, da meine Mutter gegen 12 Uhr heim kommt und ich sie nicht wieder damit enttäuschen will, dass ich es nicht geschafft habe. Das ist ganz schön belastend, aber ich werde die Zeit nutzen, mich für die Oberstufe anzumelden. Dafür muss ich noch Passbilder machen, was bedeutet, dass ich dem Fotografen gleich mal einen Besuch abstatten werde. Da mir die Musik immer eine große Hilfe ist, wenn es mit der Psyche gerade nicht so gut läuft und ich nach wie vor den Wunsch habe einmal Opernsängerin zu werden, werde ich heute Nachmittag trotzdem den Gesangsunterricht und die Chorprobe besuchen. Meine Gesangslehrerin gibt mir bis Ostern Zeit, um mich für die Aufnahmeprüfung für die Studium-Vorbereitung einzustellen. Da ich seit ca. drei Jahren massive Probleme im Kehlkopf habe, muss ich diesbezüglich noch sehr an meiner Technik feilen, um Kehlkopf und Stimmlippen nicht zu belasten, damit ein Ödem oder im schlimmsten Fall sogar Knötchen ausbleiben. Auch in der Musiktheorie bin ich noch nicht so fit, wie ich sein sollte. Bedeutet - lernen, lernen, lernen. Aber wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. Da meine Motivation niemals nachlässt, sollte das zu schaffen sein. Die Prüfung wird einen mündlichen, wie einen schriftlichen Test in Musiktheorie beinhalten. Außerdem die Vorstellung von drei klassischen Liedern (Ich habe schon eine grobe Vorstellung - O mio babbino caro, L'ho perduta und Quando voglio). Außerdem werde ich ein mir unbekanntes Stück vom Blatt singen müssen. Allein der Gedanke daran lässt mein Herz vor Aufregung rasen... Auf der anderen Seite weiß ich natürlich auch, wofür ich es tue und das ist wirklich hilfreich. Sollte ich die Prüfung bestehen, bekomme ich (umsonst) eine halbe Stunde Klavierunterricht, 15 Minuten zusätzlichen Gesangsunterricht (aktuell habe ich nur eine halbe Stunde in der Woche...) und 45 Minuten theoretischen Unterricht. Darauf freue ich mich schon jetzt total! :-) :-) :-) Eventuell, werde ich heute noch einen Beitrag schreiben, kann dies jedoch noch nicht mit Sicherheit sagen. Falls nicht, wünsche ich euch auf alle Fälle einen schönen Tag! ;-) Bealach.Forune
11.12.15 09:55


Der Weg ist das Ziel!

Nach vielen Monaten und fünf Aufenthalten in der Psychiatrie konnte ich meine Eltern endlich davon überzeugen in eine therapeutisch betreute Wohngruppe zu ziehen. Eigentlich sollte ich froh sein, diesen Schritt geschafft zu haben, aber ist dieser auch für mich nicht leicht zu gehen. Der Umzug ist für den ersten März angesetzt und ich bin schon total aufgeregt.Natürlich ist auch eine große Angst dahinter, dass diese Entscheidung nicht die Richtige war, aber diese Angst wird zur Zeit von der Hoffnung, dass ich endlich ein 'normales' Leben führen kann übertroffen.Sicher fragt sich an dieser Stelle der ein oder andere, warum ich überhaupt ausziehen will. Nun das ist eben so einfach, wie kompliziert. Am leichtesten zu sagen ist es sicher so;Mit meinem 7. Lebensjahr kam ich das erste mal in eine psychiatrische Klinik. Der Grund dafür war, dass es hieß, ich sei Suizid-gefährdet. Aus heutiger Sicht kann ich das ausdrücklich widerlegen, denn denke ich, wenn ich es jemals wirklich gewollt hätte, wäre es mir auch gelungen. Wie dem auch sei. Man diagnostizierte mir sehr viele Dinge. Unter anderem eine Depression, Mutismus und Hochsensibilität. Über die Jahre weitete sich mein Krankheitsbild aus. Die Klinikaufenthalte machten es nicht besser - im Gegenteil. Seit dem sind fast elf Jahre vergangen.Das Ende vom Lied war, dass meine Eltern und meine Familie nicht mehr mit mir und ich nicht mit ihnen umgehen konnte. Es dauerte drei Jahre, bis sie dies eingesehen haben und ich nun endlich in eine Wohngruppe ziehen darf. Diesen Neustart möchte ich in jedem Fall nutzen und dachte mir, dass ich diesen hier festhalten möchte und mit anderen Menschen, denen es vielleicht ähnlich geht, teilen möchte und sie vielleicht sogar zum Weitermachen motivieren kann. Never give up! Bealach Forune :-)
10.2.16 18:22


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